Ausgangspunkt für meinen Unterricht auf Instrumenten ist der Gesang, der sich wie ein roter Faden durch fast jedes Lied zieht. 99,9% aller meiner Schüler
möchten die Lieder erlernen, die sie auch selber gerne hören, darin wird bislang auch fast immer gesungen.
Die gängige Praxis, nach einem Lernbuch von der ersten bis zur letzten Seite alles abzuarbeiten, gibt es bei mir nicht. Ich zumindest kenne bisher niemanden, der sich freiwillig ein
slavisches Volkslied, oder eine russische Polka als Übung wünscht. Eine Besonderheit meines Konzeptes ist daher, daß alle Übungslieder durch die persönlichen Wünsche der Schüler ausgesucht
werden. Voraussetzung ist natürlich, es darf niemanden inhaltlich überfordern oder am aktuellen Übungsthema vorbeigehen.
Somit wären sämtliche Übungslieder gleichzeitig Ihre Lieblingslieder, die Sie nach dem Unterricht zu Hause weiter üben können!
Alle notwendigen Arbeitsunterlagen werden für jeden Schüler persönlich und in einmalig aufwendiger Einzelanfertigung erstellt!
Das Instrumentalspiel wird in vielen Musikschulen leider häufig mit der grafischen Darstellung von Notensymbolen auf einem Notensystem und daraus abgeleiteten
Melodiespiel (wie Blockflötenunterricht) reduziert. Dabei wird sogar der Gesang mitgespielt, aber nicht gesungen. Seltsam, finde ich. Erstaunlicherweise geschieht dies sogar bei Gitarren, die mir für
das rythmische Begleitspiel zum Gesang sehr geeignet erscheinen. Wenn ein Übungslied bereits Text u. Gesang beinhaltet, muß die Gesangsmelodie nicht auch noch auf der Gitarre gespielt werden, hier
wäre eine Rythmusgitarre in z.B. geschlagener oder gezupfter Technik wesentlich sinnvoller. An vielen Musikschulen wird außerdem häufig ein unverhältnismäßig großer Theorieanteil vermittelt, den die
Schüler oft nicht mit ihrer noch in Kinderschuhen stehenden Praxis verbinden können. Wer möchte Musikprofessor werden?
Das kann man eine Zeit lang so vortragen, aber bitte nicht jahrelang!
Der entscheidende Unterschied zu meiner Unterrichtsform besteht darin, daß ich die Punkte Notensymbolik, Melodiespiel und Musiktheorie auf ein Minimum
reduziere, dafür aber durch gleichzeitigen Einsatz von Songtexten, Akkorden, Rhythmen, Bewegungen und Notenbezeichnungen in Schriftform im handumdrehen die gewünschte Praxis und damit
Erfolgserlebnisse vermittel. Außerdem integriere ich möglichst alle mir zur Verfügung stehenden Instrumente in den Unterricht mit ein und das sind nicht wenige! (s. Bilder vom Unterricht)
Ich verbinde durch Zusammenstellen von verschiedenen Instrumenten in einer Unterrichtsgruppe übergreifend die Wechselwirkung von Gitarre, Bass, Gesang,
Klavier, Keyboard, Schlagzeug und Percussion. Dabei begleite ich die Schüler oft auf einem anderen Instrument selber, um einen möglichst ganzheitlichen Zusammenhang erklingen zu lassen. Daher ist es
bei mir üblich, einen Gitarrenschüler selbstverständlich neben Gesang auch Schlagzeug, Bass oder Keyboard spielen zu lassen. Alle diese Bausteine können später leichter in das Instrumentalspiel
integriert werden, wenn dieses einen Song alleine darstellen soll.
Dadurch wird ein allgemeines musikalisches Verständniss gefördert und ein schneller, sowie kreativer Einstieg ins Spiel ganzer Lieder
gewährleistet.
In der Regel erlernen meine Schüler dadurch spätestens in der dritten Woche die Begleitung ganzer Lieder. Ebenso hilfreich für den Unterricht sind
körperliche Bewegungsübungen, bei denen z.B. bestimmte Schrittfolgen einzuhalten sind, während die eigene Stimme gleichmäßig z.B. Viertelnoten zählt oder einen Text aufsagt, bezw. singt. So
fördern meine Schüler ebenso ihr Gefühl für Zeitabstände und Notenlängen, für die Körperkoordination (Synchronisation von Beinen, Armen, links und rechts, oben, unten). In meinem
Unterricht verbessern sich daher auch die notwendige Körpersteuerung, Feinmotorik, emotionales und kognitives Auffassungsvermögen, sowie der Blickwinkel auf musikalische theoretische
Inhalte.
Desweiteren vermittele ich durch mein umfangreiches Wissen über diverse Komponisten und Bands die musikgeschichtliche Einbettung der Übungslieder und bringe
sie in einen Gesamtkontext. Monat für Monat steigert sich dabei das Repertoire und immer mehr Feinheiten können vermittelt werden.
Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung am Instrument oder der Stimme sind selbstverständlich tägliches und konzentriertes Training zu Hause
(mind. 15 Min.) und bei Kindern bis ca. 12 Jahren die aktive Betreuung der Übungszeiten daheim durch ihre Eltern. Nehmen Sie sich die Zeit, setzen Sie sich zu ihrem Kind und hören Sie ihm beim Üben
einfach zu! Es gibt nicht schlimmeres, als ein Kind, daß sich allein gelassen fühlt (z.B. Sohn fängt an zu üben, Elternteil startet gleichzeitig den Staubsauger). Zumal Musik eigentlich einen Gewinn
für die Familie darstellt, den man teilen kann. Wenn aber die gesamte Familie kein Interesse an Musik zeigt, hört der Schüler irgendwann frustriert zu üben auf, weil er sich nicht angenommen fühlt.
Wer außerdem durch Haushalt, schulische oder berufliche Belastungen, sowie Vereinstermine bereits ausgelastet ist, sollte sich ernsthaft überlegen, ob Zeit für eine musikalische Ausbildung übrig ist.
Musik sollte nichts mit Zeitstress zu tun haben, dafür ist sie zu wertvoll.